Imlek, serbischer Marktführer im Bereich Molkereiprodukte, hat in eine neue KHS-Anlage Asbofill ABF 711 zur hygienischen Abfüllung investiert © KHS

Im Balkanraum setzen Abfüller auf Spitzentechnologie. Grund dafür ist zum einen der kompetitive regionale Markt, auf dem auch internationale Großkonzerne agieren, aber zum anderen das Bestreben, im europäischen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben. Der serbische Milchmarktführer Imlek investierte deshalb als erstes Unternehmen im gesamten Balkanraum in einen Aseptikfüller für PET-Flaschen, um seiner Vorreiterrolle auch in Zukunft gerecht zu werden. Strategie des Unternehmens zahlte sich aus: Die mit der KHS Asbofill ABF 711 abgefüllten Produkte kommen bei den Verbrauchern so gut an, dass weitere Anbieter mit KHS-Investitionen bereits nachgezogen haben.

Imlek ist nicht nur die größte Molkerei in Serbien; ihre über 80 verschiedenen Milchprodukte, von Frischmilch bis Kaffee und Kochsahne, werden in ganz Südosteuropa verkauft. Pro Jahr erwirbt und verarbeitet der Abfüller in seinen Produktionsstätten über 360 Millionen Liter Milch. Der lokale Dairy-Markt ist dabei stetiger Konkurrenz durch internationale Konzerne unterworfen. Vor diesem Hintergrund entschied man sich dafür, noch mehr Milchprodukte in entsprechenden Verpackungen anzubieten. Aktuell wird rund ein Viertel der nicht-fermentierten Milchprodukte bei Imlek in PET abgefüllt. Um gleichzeitig einen größeren Markt zu erreichen, muss hier allerdings keimfrei abgefüllt werden. Nur so lässt sich eine verlängerte Haltbarkeit bei gleichbleibender Produktqualität erreichen. Eine Neuanschaffung war nötig.

Durch kurze Umrüstzeiten ermöglicht die Asbofill ABF 711 eine vielfältige Gestaltung von Flaschen und Verschlüssen in zahlreichen Varianten © KHS

Qualität und Flexibilität im Fokus
„Unsere Produkte haben bereits in der Vergangenheit sowohl bei unabhängigen Analysen als auch auf Fachmessen Auszeichnungen für ihre Qualität erhalten“, sagt Darko Samardžija, Chief Supply Officer der Imlek Gruppe. Um die Position als Marktführer weiterhin zu stärken, entschied man sich zum Kauf des Asbofill von KHS. „Imlek hat sich im Entscheidungsprozess viele Gedanken gemacht und die Maschinen verschiedener Anbieter und deren Angebote verglichen“, berichtet Nenad Delovski, der das KHS-Büro in Serbien leitet und von dort aus für die Balkanregion zuständig ist. Dass die Serben sich schließlich für ein Produkt von KHS entschieden haben, ist kein Zufall.

Der aseptische Füller Asbofill ABF 711, konzipiert für Flaschen mit einem Volumen von 250 bis 2000 Millilitern, steht für eine keimfreie Abfüllung von Milch- und Milchmixgetränken sowie von Protein- und Joghurtdrinks mit einer Leistung von bis zu 12.000 PET-Flaschen pro Stunde. Die kompakte Linearbauweise dieses Füllers bietet aseptische Sicherheit bei einer sehr kleinen Aseptikzone. Auf eine Zwischensterilisation kann komplett verzichtet werden.

ESL- und UHT-Produkte mit nur einer Maschine abfüllen
Besonders wichtig für den Kunden: die große Flexibilität des Asbofill. Imlek kann mit Hilfe dieser Maschine sowohl ESL- als auch UHT-Produkte abfüllen (Extended Shelf Life und ultrahocherhitzt). Während ESL-Milch sich im Vergleich zur Frischmilch durch eine längere Haltbarkeit im Regal auszeichnet, bleiben UHT-Produkte ungeöffnet sogar drei bis sechs Monate frisch. Die schnellen Formatwechsel des Asbofill ermöglichen eine große Flexibilität in der Produktion. Dadurch sichert sich Imlek einen wesentlichen Vorteil sowohl gegenüber Kartonverpackungen als auch einigen PET-Mitbewerbern.

Der aseptische Füller Asbofill ABF 711 steht für eine keimfreie Abfüllung von Milch- und Milchmixgetränken sowie von Protein- und Joghurtdrinks in bis zu 12.000 PET-Flaschen pro Stunde © KHS

„Um im Wettbewerb einen Vorteil zu haben, muss man innovativ sein“, erläutert Samardžija seine Wahl. „Das betrifft insbesondere die Verpackung, aber auch die Qualität der Produkte – da machen wir keine Kompromisse.“ Die Asbofill ABF 711 unterstützt erfolgreich diese Ansprüche umzusetzen: Durch kurze Umrüstzeiten ermöglicht die Maschine eine vielfältige Gestaltung von Flaschen und Verschlüssen in zahlreichen Varianten – ganz ohne mechanische Eingriffe. Die komplett geschlossene, lineare Maschinenplattform erweist sich gerade bei häufigen Formatwechseln und kleineren Produktchargen als besonders effizient.

„Die Flexibilität war neben der Qualität ein entscheidendes Kaufkriterium für die Molkerei“, so Delovski. Zugleich bietet die Maschine maximale hygienische Sicherheit, denn das System führt die Flaschen mit durchgehendem Neckhandling durch die komplette Maschine, indem diese ausschließlich am Hals gegriffen, gedreht und transportiert werden. Dadurch werden Stillstandszeiten minimiert und die Verarbeitung von Lightweight-PET-Flaschen ermöglicht.

Darko Samardžija, Chief Supply Officer Imlek © KHS

Verlängerte Haltbarkeit, neue Marktchancen
Mit der neuen KHS-Anlage ist man nun in der Lage, Produkte mit langen Haltbarkeiten für den Export abzufüllen – ein großer Schritt hin zu einer Ausweitung der Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus. Der serbische Marktführer füllt unterschiedliche Erzeugnisse in Flaschengrößen von 200, 1000 und 1500 Millilitern ab. Dazu gehören Schokomilch, Kaffee, Proteindrinks und Kochsahne. Mit der Einführung von innovativen Verpackungen in Serbien zeigte Imlek einmal mehr sein Gespür für Markttrends und Verbraucherwünsche.

Damit sich die Investition rechnet, ist der Füller auf eine lange Lebensdauer bei einer hohen Produktionssicherheit und geringen Betriebskosten hin optimiert. Die Asbofill benötigt zudem kein zusätzliches Wasser im Produktionszyklus. Auch im laufenden Betrieb zeigt sich der Abfüller sehr zufrieden mit der Investition. „Nach Empfehlung von KHS führen wir in regelmäßig geplanten Zyklen präventive Wartungsmaßnahmen durch, um größere, ungeplante Stopps während der Produktion zu vermeiden.

Systemanbieter liefert ergänzende Komponenten

Imlek füllt unterschiedliche Erzeugnisse in PET-Flaschengrößen von 200, 1000 und 1500 Millilitern ab © KHS

Imlek investierte aber nicht nur in einen aseptischen Füller, sondern auch in ergänzende Verpackungs- und Inspektionstechnik für die Linie. So wurden unter anderem ein Schrumpfpacker Innopack Kisters SP Basic, ein Luft-Transporteur und eine Inspektionskontrolle von KHS installiert. KHS überzeugt mit dem passenden Layout und den geeigneten technischen Voraussetzungen, die sich perfekt in die gesamte Linie einfügen. Der Schrumpfpacker ermöglicht die Herstellung von Folienverpackungen, sowohl für Gebinde als auch für lose Produkte, das vollautomatische Verpackungssystem lässt sich im Leistungsbereich für bis zu 10.800 Gebinde pro Stunde optimal einsetzen. Die präzise Umschrumpfung der Produkte mit Folie sorgt für beste Stabilität und eine optimale Verpackungsqualität. Wie auch die anderen KHS-Komponenten lässt sich der Packer mühelos in bestehende Systeme integrieren.

Kauf von weiterer KHS-Maschine geplant
Die Partnerschaft zwischen KHS und Imlek vertiefte sich im Laufe der Zusammenarbeit. Auch deshalb plant man, noch eine weitere Anlage zur hygienischen Abfüllung anzuschaffen. Das innovative Kaufverhalten der größten Molkerei Serbiens hat unterdessen auch Einfluss auf andere Abfüller. Ein großer Fruchtsafthersteller hat bereits nachgezogen und ebenfalls einen Aseptikfüller des Dortmunder Systemanbieters geordert.