Wim De Spiegeleer, Betriebsleiter Olympia N.V.Ishida

Die Qualitätskontrolle beim belgischen Milchverarbeiter Olympia N.V. wurde mit zwei Röntgenprüfsystemen auf eine neue Ebene gehoben. Ihr Einsatzfeld haben die Maschinen bei der Verpackung von Milchreis, Puddings und Sahnedesserts. Sogar sehr kleine Verunreinigungen aus Metall, Glas, Keramik und anderen Materialien werden mit der Röntgenprüftechnik von Ishida zuverlässig aufgespürt.

Die beiden Röntgenprüfsysteme Ishida IX-GA-4075 wurden nach einem gründlichen Auswahlprozess angeschafft. „Ausschlaggebend war am Ende das Gesamtpaket“ berichtet Wim De Spiegeleer, Betriebsleiter bei Olympia. „Die im Vergleich größte Empfindlichkeit, die klaren und fokussierten Prüfbilder sowie die robuste Bauweise der Geräte haben uns überzeugt.“ Bei den ebenso getesteten Systemen anderer Anbieter sei es oftmals zu falschen Ausschleusungen gekommen, verursacht zum Beispiel durch hochstehende Abziehlaschen an den Folienverschlüssen der Verpackungen.

Becherverpackungen mit Schokoladenpudding haben ein Röntgenprüfsystem durchlaufenIshida

Patentierter Genetischer Algorithmus verhindert Fehlausschleusungen

Die Ishida Maschinen arbeiten mit der patentierten Technologie Genetischer Algorithmus: Durch fortlaufende Bilddatenanalyse werden die Röntgenprüfsysteme für bestimmte Probleme geschult. Weil in der Lebensmittelverarbeitung bestimmte Kontaminationen wiederkehrend auftreten, werden die Systeme mit jedem Prüfvorgang weiter sensibilisiert. Abweichungen von der Norm lassen sich sogar bei hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit identifizieren und genau lokalisieren. Gefunden werden Fremdkörper von lediglich 0,5 mm Durchmesser und die Technik funktioniert unabhängig von Temperatur, Salz- und Wassergehalt der Produkte. Ebenso ist es möglich, ausschließlich definierte Produktbereiche zu prüfen. Elemente, die Bestandteil der Verpackung sind, wie beispielsweise Versiegelungsbereiche werden ignoriert.

Über Olympia N.V.
Das Familienunternehmen Olympia N.V. mit Sitz in Herfelingen, Belgien, wurde bereits 1946 gegründet und zählt heute zur Pajot Dairy Gruppe. Als Marktführer in der Region Benelux ist Olympia spezialisiert auf hochwertige Molkereiprodukte. Das vielfach zertifizierte Unternehmen erzielt einen Umsatz in Höhe v on 70 Millionen Euro und beschäftigt 200 Mitarbeiter. Jährlich werden mehr als 100 Millionen Liter Frischmilch verar- beitet, die von regionalen Milchbauern stammt. Der Vertrieb der frischen und haltbaren Produkte erfolgt europaweit und auch nach Übersee. Geliefert wird unter eigener Marke aber auch unter Handelsmarken. Olympia produziert darüber hinaus für Industriekunden wie Danone, Lactalis und Campina.
Alles in Ordnung! Das Röntgenbild eines MilchdessertsIshida

Olympia nutzt eines der neuen Röntgenprüfsysteme für die Kontrolle von Becherverpackungen mit 100 bzw. 200 Gramm Füllgewicht und erreicht eine Geschwindigkeit von 10.000 Bechern pro Stunde. Das zweite System prüft die größeren Becher mit Füllgewichten bis zu 800 Gramm und schafft eine Stundenleistung von 4.000 Verpackungen. „Für die Abfüllung verschiedener Desserts in Becher sind komplexe Anlagen mit vielen beweglichen Komponenten erforderlich“ erklärt Wim de Spiegeleer. „Im Produktionsprozess besteht immer die Gefahr, dass sich kleine Maschinenteile lösen und in das Produkt gelangen. Dieses Risiko müssen wir ausschalten.“

Rückwirkender Nachweis über einwandfreie Qualität
Eine Fremdkörperkontrolle mit Metalldetektoren kam bei Olympia nicht in Frage, da die Dessertbecher mit Aluminiumfolien verschlossen sind. Früher sorgte das Unternehmen einzig durch die tägliche, penible Inspektion sämtlicher involvierter Maschinen für Sicherheit. Dieses Verfahren wird heute ergänzend zur Röntgenprüftechnologie betrieben. „Die Röntgenprüftechnik ist inzwischen erschwinglich geworden. Wir kontrollieren jede einzelne Verpackung und erhalten davon ein individuelles Bild. So können wir Kontaminationen exakt darstellen.“ Die dauerhaft abrufbaren Fotos seien darüber hinaus ein wichtiger Bestandteil für die Rückverfolgbarkeit.

Die Mitarbeiter haben sich mit den Röntgenprüfsystemen schnell vertraut gemachtIshida
Die Bedienung der Röntgenprüfsysteme erfolgt bequem am TouchscreenIshida

Die neuen Röntgenprüfsysteme arbeiten bei Olympia störungsfrei und überzeugen mit leichter Bedienbarkeit und schnellen Setups. Die Reinigung erleichtert eine hygienefreundliche Konstruktion in offener Rahmenbauweise gemäß Schutzart IP 65. „Unsere Mitarbeiter sind rasch mit den Maschinen vertraut geworden“, schließt Wim De Spiegeleer.